Da ich nicht nur einen Nutzgarten haben möchte, habe ich mir für 2012 vorgenommen, den Ziergarten auf Vordermann zu bringen, dabei bedarf es an einiger Vorplanung. Leichter gesagt als getan. Ausgerüstet mit Büchern, Zeitschriften und dem Internet startete ich meine Planung um festzustellen, dass dies ein schwierigeres Unterfangen ist als zunächst angenommen. Wer, genauso wie ich, das erste mal vorhat ein Staudenbeet zu planen, wird schnell feststellen wieviel Arbeit darin stecken kann.
Als erstes sollte man sich hinterfragen welche Art von Beet es denn sein soll. Soll es ein Beet aus Einjährigen, Stauden, Zwiebeln, Sträuchern, Gehölzen oder eben eine bunte Mischung aus allem sein. Soll es eher förmlich, farblich abgestimmt, wild einem Naturgarten nachempfunden oder kunterbunt angelegt sein? Ich, für meinen Teil, finde Cottagegärten sehr reizvoll. Alles sieht aus wie wild durcheinandergewürfelt, so als ob der Gärtner ein gutes Händchen beim Pflanzenkauf hatte. So einfach wird es aber nicht sein um eine üppige Blütenfülle zu erhalten, die trotz dem vermeintlichen Chaos, noch harmonisch wirkt.
Wie aufwendig es sein kann ein Staudenbeet meinen Wünschen entsprechend anzulegen, habe ich bereits festgestellt und es wird noch einige Wochenenden dauern bis ich mit dem Ergebnis vorläufig zufrieden sein werde. Damit ist es aber noch nicht genug, denn was auf dem Papier gut aussieht muss nicht zwangsläufig in der Praxis gelingen.
Meine Ansprüche sind eigentlich nicht groß, dachte ich, doch genauer betrachtet bereits ein Fall für den Gartenplaner. Ich versuche mich dennoch und vielleicht zeigt sich ein verborgenes Talent mit Pflanzen ein Bild in den Garten zu malen.
Als Ansprüche an mein erstes Staudenbeet habe ich
- dass es ein Beet ist, das in allen Jahreszeiten einen Blickfang zu bieten hat
- die ausgewählte Fläche hat sowohl Schatten, Halbschatten und Sonnenflächen auf denen die Stauden angepasst sein sollten
- die Blütezeit der verschiedenen Stauden sollte sich über einen längeren Zeitraum erstrecken
- es sollten robuste Sorten sein die keine Sonderbehandlung brauchen
- Kräuter, gerade im Sinne der Mischkultur, sollen ebenfalls einen Platz erhalten
- Höhen von bis zu 2 Meter sollten im Hintergrund erreicht werden
- die Farben der Stauden sollten harmonisch ineinander übergehen
Es gibt bereits viele vorgeplante Beete die man Gartenzeitschriften und dem Internet entnehmen kann, doch dies sollte allenfalls als Hilfestellung genutzt werden und nicht 1 zu 1 übernommen werden. Es ist doch viel schöner die eigenen Ideen umzusetzen.
Soderle, und nun werde ich weiterplanen und im weiteren davon berichten.

Guten morgen
Ich würd das gestalten eines staudenbeets eher mit dem malen vergleichen. Du stellst dir im Kopf ein Bild vor wie du es am Ende gerne hättest. Dann fängst du mit dem Hintergrund an und baust Schicht für Schicht die,Leitsätzen und gehölze ein. Schließlich sind nur noch die Lücken mit bodendeckern zu füllen und im kommenden Herbst ein paarmfrühlingszwiebeln zu stecken, damit das gartenjahr schon im Februar beginnt. Viel Spaß dabei.
Ach ja vergiss nicht auch duftpflanzen zu verwenden!
Lg gartenkraut
Hallo Gartenkraut,
in der Theorie liest es sich immer so leicht. Sobald man aber mit Standorten, Bodenverhältnissen, Größen, Breiten und tausenden von Sorten konfrontiert wird kommt man schonmal leicht ins schleudern.
Besonders viel Spaß wird es machen wenn die Blümchen abgeholt und eingepflanzt werden können, ich kann es kaum abwarten…
Liebe Grüße,
Janine
Hallo Janine,
Finde ich eine super Idee mal über die Planung eines Staudenbeetes nachzudenken. Da kann man auch den Garten ganz gut den Jahreszeiten anpassen. So das immer etwas blüht und im Herbst und Winter entstehen dann interessante Strukturen vielleicht durch Gräser. Aber bestimmt muss man da erstmal viel herumprobieren und umpflanzen. Leider habe ich nur die Möglichkeit zu einem “Staudenbalkon”.
Liebe Grüsse
Hamburgpflanze
Hallo Maren,
schön von dir zu lesen
Ich probiere jetzt seit bestimmt schon 2 Monaten in Powerpoint und Excel herum mit “Blütendiagrammen”, Fotocollagen der Stauden und Gräser, Schatten- und Sonnenbeeten. Ich habe einige Pläne bereits wieder verworfen, da sie mir nach einer Woche schon nicht mehr gefielen. Aber ich denke, jetzt bin ich auf einem guten Weg. Vielleicht hätte ich auch erst mal auf einem Balkon üben sollen, aber ich hatte noch nie einen
Liebe Grüße,
Janine
Hallo Janine,
Es ist eine Mischung aus blühenden Kräutern (Salbei, Thymian, Lavendel), Bumen (Nelken, Targetes, Tulpen und Rauchfangkehrer für den Frühling) und Wildkräutern (Wegwarte, Wiesenbocksbart, Malven und eine gelbblühende Malvenart), die sich selbst angesiedelt haben. Blüht das ganze Jahr zart vor sich hin.
Hut ab vor dieser Planung!
Unser Staudenbeet plant sich teilweise selbst
Liebe Grüße,
Eva
Hallo Eva,
Naturgärten sind doch auch was sehr schönes, aber ich glaube bei mir würde dann der Gundermann überhand nehmen und das ist auf Dauer etwas trist :-/. Ich gehe schon fast davon aus, dass die Planung auf dem Papier super ist und in der Praxis dann fies zusammengewürfelt aussieht. Da muss ich wohl durch und Bilder werden folgen
Liebe Grüße,
Janine